SYNTAGMA MUSICUM III

Theoretische Werke

SYNTAGMA MUSICUM TOMUS III (1619)

 

SYNTAGMA MUSICUM III Titelblatt, Quelle: Reprint 1958

Praetorius gliedert den 3. Band des Syntagma musicum in drei Teile:

Im 1. Teil erklärt er, was man unter „Italianischen […] jetziger zeit in Teutschland gebräuchlicher Gesänge: alß / Concerten / Moteten / Madrigalen / Canconen / etc.“ versteht.

Im 2. Teil erläutert er aufführungspraktische Fragen zu Notation, Taktschlagen, Modi, Transpositionen und Besetzungen.

Im 3. Teil erklärt er, was die italienschen Termini Musici Ripieno, Ritornello, forte, piano usw. bedeuten. Er gibt umfangreiche Anweisungen, wie „der General-Baß zu gebrauchen“ sei und wie „junge Knaben […] an die jetzige Italianische Art und Manier im singen zu gewehnen“ seien.

Das faksimilierte Inhaltsverzeichnis gibt weitere Informationen. Der vollständige Band III steht als Digitalisat zur Verfügung.

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Inhalt

Die Ordnung von Praetorius ist beibehalten, seine Kapitelüberschriften sind verständlicher und ausführlicher formuliert nach: Eduard Bernoulli, Syntagma Musicum Band III, Neudruck Leipzig 1916 S. XXXIII ff.

Einige Kapitel, die für die Aufführungspraxis von Bedeutung sein könnten, wurden von uns diplomatisch getreu abgeschrieben, ggf. übersetzt, manchmal zusammengefasst und kommentiert. (wird fortlaufend bearbeitet)

Erster Teil

Asmatologia = Benennung und Charakteristik in Italien, Frankreich, England und Deutschland bekannter Gesangs- und Instrumentalformen.

Kapitel 1 bis Kapitel 12

(noch zu bearbeiten)

 

Zweiter Teil

Technologia = Definition und Kritik der wichtigsten technischen Begriffe, die beim Studium der Vokalmusik in Betracht kommen.

Kapitel 1. Bemerkungen über die Ligaturen der Mensuralnotation

Kapitel 2. Über die Schwärzung von Brevis und Semibrevis in der Proportio Tripla und Sesquialtera und die Verwendung eines Augmentationspunktes

Kapitel 3. Über den richtigen Gebrauch der Alterationszeichen

Kapitel 4. Über Ziffern zur Erleichterung des Pausenzählens

Kapitel 5. Über kleine Strichlein (resp. Punkte) an Stelle von eigentlichen Taktstrichen [im heutigen Sinne], speziell zum Kenntlichmachen verschiedener Taktarten. Über lange Striche als Zeichen von beliebiger Unterbrechung oder Kürzung eines Stückes, überhaupt als Merkzeichen – S. 34/35

Kapitel 6. Tabellarische Übersicht der Tonarten: für Laien und Sänger, für Organisten – S. 35-48

Kapitel 7. Über die Taktarten und Taktzeichen – S. 48-57 (1. Hälfte)

Kapitel 8. Über die Temponahme und die Möglichkeit, das Tempo zu verändern – S. 79/80

Kapitel 9. Über das Transponieren von Gesangsstücken

Kapitel 10. Über die Bezeichnung der einzelnen Singstimmen

Kapitel 11. Unterscheidung und Bezeichnung der verschiedenen Chöre (in mehrfacher Form, durch Zahlen)

Kapitel 12. Über die Einklangs- und Oktavenfolgen und die Bedingungen ihrer Zulässigkeit (darinnen die theoretischen Erörterungen des Artusi hierüber aus dem Italienischen übersetzt ; ebenso die Auslassungen des Viadana)

 

Dritter Teil

Chiragogia = Anleitung für die Praxis

Kapitel 1. Erklärung von Fachausdrücken in Partitur und Einzelstimmen

(Instrumenti, Instrumentistae; Parti concertate; Chorus vocalis, instrumentalis; Choro de Viole; [Choro mutato]; Ritornello; Intermedio; Ripieno; forte, piano, lento adagio, largo praesto; Bassetto; [Barytonus].)

Kapitel 2. Der dreifache Begriff von: Capella; Chorus pro Capella; Palchetto

Kapitel 3. Über die Verwendung der Capella Fidicinum, fidicina (Kapelle von Saiteninstrumenten in mehrstimmigen Gesangskompositionen)

Kapitel 4. Klassifizierung der Instrumente in Fundament- und Ornament-Instrumente

Kapitel 5. Italienische Benennung der Instrumente neben der deutschen

Kapitel 6. Über den Generalbass

(A. Vorschriften für den Organisten: I. Stück: Was er für Kenntnisse besitzen muss; Bemerkungen des Bernardo Strozzi übersetzt; II. Stück, in 8 Paragraphen: Wie er jeden Gesang und jedes Konzert stilgerecht zu begleiten hat.

B. Entsprechende Vorschriften für Lautenisten, Harfenisten [Kontrabassisten] usw.; Aggazaris Ausführungen hierüber ins Deutsche übersetzt.)

Kapitel 7. Über die Möglichkeiten, die Vokalpartien in Konzerten und Motetten mit verschiedenen Instrumenten zu kombinieren oder durch solche zu ersetzen

(Schlüssel-Vorzeichnung, um kurz anzudeuten, welche Instrumente gebraucht werden können. 1. Zinken- und Violinenchor; 2. Querflötenchor; 3. Singstimmen mit Langflöten- und Violenchor; 4. Posaunen- und Fagottenchor; 5. Krummhörnerchor; 6. Schalmeienchor; 7. Lautenchor.

Kapitel 8. Über die manigfaltige Art, wie lateinische und deutsche Kirchenlieder und Konzertgesänge in den Kompositionen von Praetorius (nach italienischem Vorbild) ausgeführt werden können

1. Art als Abschrift SM III S. 169-172  und in heutigen Sprachgebrauch übertragen SM III S. 169-172 Übtr.

2. Art: ; 3. Art, mit 9 „ Manieren “: ; 4. Art: ; 5. Art: ; 6. Art: ; 7. Art: ; 8. Art: ; 9. Art: ; 10. Art: ; 11. Art: ; 12. Art: . Beispiele für verschiedene Arten in derselben Komposition.

Verzeichnis der in seinem eigenen Verlag erschienenen und der projektierten Werke des Praetorius

Verzeichnis der erschienenen und projektierten Werke des Baryphonus

Kapitel 9. Instructio pro Symphoniacis: Grundregeln für den Kunstgesang der Kapellknaben nach der italienischen Methode des Bel Canto

Nachtrag im Originaldruck […]

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